KommunikationsCodex | Bierserver

Sigi Menz warnt vor Verbotsgesellschaft

RZ pro ethik 2013-14
Der Verband der Brauereien Österreichs darf künftig das Pro-Ethik-Siegel des Österreichischen Werberates führen. Weiters wurde der bestehende Kommunikationskodex der österreichischen Brauwirtschaft deutlich erweitert. Mit der Neufassung legt der Brauereiverband einmal mehr ein unmissverständliches Bekenntnis zu verantwortungsvoller Kommunikation und Werbung ab. Die Themenschwerpunkte „Ethik und Moral“, „Kinder und Jugendliche“ sowie „Gewalt“ wurden noch strenger gefasst.

Die Geschäftsführerin des Verbandes der Brauereien Österreichs, Jutta Kaufmann-Kerschbaum: „Der Verband der Brauereien Österreichs ist stolz, nun das Pro Ethik Siegel tragen zu dürfen. Selbstverständlich bekennen wir uns als gesamte Branche ausnahmslos zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Genussmittel Bier sowie zu einem konsequenten Auftreten gegenüber jeglichem schädlichen und missbräuchlichen Konsumverhalten.“

Kommunikationskodex oesterr Brauwirtschaft 2013
Das Pro-Ethik-Siegel des Österreichischen Werberates steht für die Einhaltung ethischer Grundsätze aller Werbemaßnahmen werbender und werbetreibender Unternehmen sowie Interessenvertreter, basierend auf dem Ethik-Kodex der österreichischen Werbewirtschaft. Die Träger des Siegels verpflichten sich zur Einhaltung von Qualitätskriterien, die gemeinsam von der Werbewirtschaft für den Bereich „Ethik und Moral“ erstellt wurden und für diesen Bereich über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen. Das Pro-Ethik-Siegel zielt auf die Stärkung der Selbstregulierung und auf die Freiheit der Werbung ab, gleichzeitig stärkt es Vertrauen für Unternehmen und bietet eine Orientierungshilfe für Kunden.

Freiheit und Privatsphäre statt Überregulierung und Bevormundung

So ernst der Auftrag der gesellschaftlichen Verantwortung genommen wird, so kritisch sieht der Brauereiverband die zunehmende Tendenz zur Bevormundung erwachsener Menschen. Seit einigen Jahren werden auf europäischer und österreichischer Ebene Werbe-, Verkaufs- und Konsumbeschränkungen für Nahrungs- und Genussmittel diskutiert und auch vorgeschrieben.

Doch nicht nur das. Sigi Menz, Obmann des Brauereiverbandes: „Wir laufen aktuell Gefahr, dass unsere Freiheit, unsere Selbstbestimmung und unsere Privatsphäre Stück für Stück eingeschränkt werden. Überregulierung und Bevormundung beginnen bereits, unseren Alltag zu beherrschen.“
Als Beispiele nennt Sigi Menz das Rauchverbot, das Glühbirnenverbot, Warnhinweise auf Lebensmitteln, Fett- sowie Zuckersteuern, höhere Krankenkassenbeiträge für Krankheitsgefährdete, Kameraüberwachung sowie die Vorratsdatenspeicherung.
Sigi Menz: „Unsere Gesellschaft ist dabei, eine intolerantere, eine unfreiere zu werden. Wir müssen uns fragen, wie weit wir es noch kommen lassen wollen.“